Universitäts- & Hochschulgeschichte in Osnabrück

________________________________________________________________

I. Universität Osnabrück

II. Hochschule Osnabrück

________________________________________________________

I. Universität Osnabrück - vom Mittelalter bis heute

Die erste Universität Osnabrück war die 1629 bzw. 1632 vom Wittelsbacher Franz Wilhelm von Wartenberg in Osnabrück gründete Jesuitenuniversität, auch „Academia Carolina Osnabrugensis“ oder „Karls-Universität“ genannt. Diese war entstanden aus dem Gymnasium Carolinum.

Damit gründete Graf von Wartenberg eine Universität mit 13 Seminaren als philosophisch - theologisch - juristisches Zentrum der Gegenreformation.

Sie wurde am 25. Oktober 1632 feierlich eröffnet, der erste Rektor war Johannes Altingh.
Das Kollegienhaus dieser Akademie hatte ihren Sitz in dem Gebäude des ehemaligen Augustinerklosters am Neumarkt, auf dem Gelände, auf dem heute das Landgericht steht. Daher auch der Straßenname „Kollegienwall“.

1633 wurde die Karls-Universität von den schwedischen Besatzungstruppen allerdings wieder aufgelöst.

1953 wurde die Adolf-Reichwein Universität als Pädagogische Hochschule aus Celle unter Beibehaltung ihres Namens nach Osnabrück verlegt. Diese hatte ihren Sitz in dem barocken Schloss in der Innenstadt (gebaut 1667-1675), ehemaliger Adelssitz des Fürstbischofs von Osnabrück.
Auch heute ist noch an den Säulen des Haupttors des Schlosses der Schriftzug „Pädagogische Hochschule – Adolf-Reichwein Universität“ zu lesen.

Von 1953 bis März 1969 fand somit die Lehrerausbildung an Adolf-Reichwein Hochschule (Pädagogische Hochschule) statt, ab April 1969 dann an der Pädagogischen Hochschule Niedersachen, Abteilung Osnabrück, wodurch die Adolf-Reichwein Universität aufgelöst wurde.

Im Jahre 1969 plädierten die Kreistage Lingen, Bersenbrück, Melle und Wittlage, die Industrie- und Handelskammer zu Osnabrück und die Handwerkskammer Osnabrück für eine Universität in Osnabrück, welche in den folgenden Jahren der Gründungsphase schließlich im Sommersemester 1974 den Lehrbetrieb aufnahm.

________________________________________________________________

II. Hochschule Osnabrück - University of Applied Sciences

Die einzelnen Fakultäten der Fachhochschule Osnabrück können auf eine zum Teil längere Tradition zurückblicken. So ist der Ursprung der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur die "Höhere Landbauschule" Quakenbrück, die bereits 1936 gegründet wurde. Im Jahre 1952 zog diese Institution, die sich 1964 in "Ingenieurschule für Landbau" umbenannte, in die noch heute genutzten Gebäude im Osnabrücker Stadtteil Haste ein.

 

Unter der Trägerschaft der Stadt Osnabrück wurde 1949 am Standort Haste die "Höhere Gartenbauschule Osnabrück" gegründet. Die Umbenennung in "Ingenieurschule und Versuchsanstalt für Gartenbau" im Jahre 1960 unterstrich schon damals die wachsende Bedeutung des Versuchsbetriebes. Im Jahr 1970 erfolgte gemeinsam mit der "Ingenieurschule für Landbau" die Eingliederung in die "Staatliche Ingenieurakademie für Gartengestaltung, Garten- und Landbau". Mit der Gründung der Fachhochschule Osnabrück entstanden aus dieser Vorgängereinrichtung drei grüne Fachbereiche Gartenbau, Landespflege und Landwirtschaft. Der Fachbereich Landespflege nannte sich ab 1995 entsprechend seinen neu orientierten Lehr- und Forschungsinhalten Fachbereich Landschaftsarchitektur. Im Jahr 1996 schlossen sich die Fachbereiche Gartenbau und Landwirtschaft zum Fachbereich Agrarwissenschaften zusammen.

 

Aus der "Staatlichen Ingenieurschule Osnabrück", gegründet 1962 mit den Abteilungen Elektrotechnik und Maschinenbau - die Abteilung Hüttentechnik kam im Jahre 1966 dazu - , wurde durch Umbenennung 1968 die "Staatliche Ingenieurakademie für Maschinenbau, Elektrotechnik und Hüttentechnik". Aus dieser Einrichtung gingen die Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau und Werkstofftechnik der Fachhochschule Osnabrück hervor. Ab 1996 bildete der Studiengang Werkstofftechnik gemeinsam mit dem Studiengang Verfahrenstechnik den Fachbereich Werkstoffe und Verfahren. Der Fachbereich Elektrotechnik erweiterte seine Bezeichnung im Jahre 1998 entsprechend seinen neu orientierten Lehr- und Forschungsinhalten in Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.

 

Der Fachbereich Wirtschaft entstand mit der Gründung der Fachhochschule im Jahre 1971. Die Institute für Management und Technik, Kommunikations-Management sowie Theaterpädagogik, gegründet im Jahr 2000, wurden am FH-Standort in Lingen (Ems) gegründet. Mit Beginn des Studienjahres 1996/97 wurde die Studienabteilung des Städtischen Konservatoriums in das heutige Institut für Musik in die Fachhochschule integriert. Seit Herbst 1999 ist die Fachhochschule Osnabrück, gemeinsam mit der Stadt Osnabrück, Träger des Konservatoriums Osnabrück.

 

Mit Wirkung vom 1. Januar 2003 ist die Fachhochschule Osnabrück in die Trägerschaft der Stiftung Fachhochschule Osnabrück als einer rechtsfähigen Stiftung des öffentlichen Rechts übergegangen. Damit betrat die FH absolutes Neuland. Im Zuge der Umsetzung des neuen NHG und der Strukturen als Stiftung gliedert sich die Fachhochschule Osnabrück seit Mai 2003 in 4 Fakultäten. 

So wurden die ehemaligen Fachbereiche Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur in eine Fakultät zusammengefasst.

In die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden der ehemalige Fachbereich Wirtschaft, das Institut für Öffentliches Management und das Institut für Gesundheitsberufe integriert.

Die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik umfasst die ehemaligen Fachbereiche Maschinenbau, Werkstoffe und Verfahren und Elektrotechnik und Informatik.

Am Standort Lingen wurde zuerst eine Fakultät, im Jahre 2006 allerdings dann schließlich die Departments Management und Technik und Kommunikation und Gesellschaft eingerichtet.

Umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen wurden in den letzten Jahren an der FH umgesetzt, so sind fortan die Zentralen Organe der Stiftungsrat und das Präsidium.
In der Novelle des NHGs vom Juni 2010 wurde die Fachhochschule Osnabrück in Hochschule Osnabrück umbenannt. Die die Hochschule tragende Stiftung firmiert weiter unter dem Namen Stiftung Fachhochschule Osnabrück.

 

Quelle: http://www.hs-osnabrueck.de/34.html

 

zurück zum Anfang